Burckhardt-Helferich-Preis

Burckhardt-Helferich-Preis

Burckhardt Helferich

Burckhardt Helferich wurde am 10. Juni 1887 in Greifswald geboren, als Sohn des Professors für Chirurgie, Heinrich Helferich, und dessen Frau Natalie. Zunächst besuchte er das humanistische Gymnasium in Greifswald, 1899 wechselte er nach Kiel, wo er 1906 das Abitur erlangte. Im Anschluss begann er ein Studium der Naturwissenschaften, insbesondere der Geologie, an der Universität Lausanne. Nach einem Semester allerdings brach er ab, um seinen Militärdienst in Schwerin abzuleisten. Ab Herbst 1907 begann er dann ein Chemiestudium an der Universität München und setzte dieses nach drei Semestern in Berlin fort, wo er dann 1911 als Doktorand von Emil Fischer mit dem Thema "Synthesen einiger neuer Glucoside" promovierte. Anschließend war er zwei Jahre Privatassistent von Emil Fischer, dann Untersichtsassistent der anorganischen Abteilung und später der organischen Abteilung. Aus dieser Zeit stammen eine Reihe von Arbeiten über synthetische Glycoside. Im Anschluss an den 1. Weltkrieg, an dem er als Batterieführer teilnahm, beschäftigte er sich mit der Ring-Ketten-Tautomerie der γ- und δ-Hydroxyaldehyde und habilitierte 1920 auf diesem Gebiet. 1922 erhielt er dann einen Ruf an das Kaiser-Wilhelm-Institut für Faserstoffchemie in Berlin-Dahlem. Bevor er diese Stelle antrat, wurde er als Professor für organische Chemie an das von Julius von Braun geleitete Institut der Universität in Frankfurt am Main berufen. Drei Jahre später wechselte er als Nachfolger von Rudolf Pummerer an die Universität Greifswald und wurde Direktor des Chemischen Instituts. 1930 folgte Helferich dann dem Ruf als Nachfolger von Arthur Hantzsch nach Leipzig. Nach 15-jährigem Wirken als Leiter des chemischen Instituts wurde er 1945 durch die amerikanischen Besatzer nach Weilburg (Lahn) abtransportiert. Ende 1945 erhielt er eine Gastprofessur an der Universität Bonn und übernahm dort 1947 die Nachfolge von Paul Pfeiffer.

Im akademischen Jahr 1951/52 war er Dekan der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät und 1954/55 Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dem Vorstand der Gesellschaft Deutscher Chemiker gehörte er 1953-1955 an, 1956-1957 war er deren Präsident. Für seine Tätigkeiten wurde ihm 1951 die Emil-Fischer-Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen, 1957 das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Zudem verlieh ihm die Technische Hochschule Stuttgart die Würde eines Dr.-Ing. h.c. und die Sächsische Akademie der Wissenschaften und die Leopoldina in Halle wählten ihn zu ihren Mitgliedern. Am 5. Juli 1982 verstarb Burkhardt Helferich kurz nach seinem 95. Geburtstag in Bonn.

Preisträger

2008: Dr. Peter Gölitz
(Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Publishing Director, Chemistry Journals, Weinheim)

2007: Prof. Dr. Jean-Marie Lehn Angew. Chem. 2007, 119, 3034
(Université L. Pasteur, Straßburg)

2006: Prof. Dr. Kyriacos Costa NicolaouAngew. Chem. 2006, 118, 1370
(Scripps Research Institute, University of California, San Diego, La Jolla, USA)

2005:
Prof. Dr. Konrad SandhoffAngew. Chem. 2006, 118, 1370
(Kekulé Institut für Organische Chemie und Biochemie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Prof. Dr. Horst KesslerAngew. Chem. 2006, 118, 1370
(Institut für Organische Chemie und Biochemie, Lehrstuhl II , TU-München)
Prof. Dr. François DiederichAngew. Chem. 2006, 118, 1370
(Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften, Laboratorium für Organische Chemie, Advanced Materials, Molecular Recognition, ETH Zürich)

letzte Änderung: 21.07.2015

Kontakt

Prof. Dr. A. Giannis
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Institut für Organische Chemie
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